Vom 13. bis zum 21. Jahrhundert
1292
Bischof Rudolf 2. von Konstanz verpfändet dem Ritter Konrad von Bussnang die Mühle zu Feilen zu 60 Mark Silber.
1302
Mühle Feilen wird erstmals erwähnt im Urbar (Grundbuch) der bischöflichen Einkünfte aus der Grundherrschaft Arbon.
1493
Als Betreiber der Mühle wird genannt: „Hans Stadelmann die mülle zu faivlen. Mit der Hofstatt und bomgarten so darzugehört"
1538
Der ganze Hof Oedenfeilen wird beschrieben und ein Sebastian Stadelmann, Müller aufgeführt.
1628
Als Lehenmüller werden Hans Locher und Joseph Stadelmann aufgeführt.
1645
bis 1720. Haus, Hof, Müli und Hofstätt erfährt mehrere Handänderungen und Wechsel von Lehensmüller.
1751
wird Müller Sebastian Stadelmann tot in der äusseren Aach aufgefunden.
1763
Abraham Stadelmann zu Feilen erhält die Müli mit 2 Rad zu Lehen. Danach erbt seine Witwe Anna Barbara Sollerin die Mühle.
1778
Der ganze Hof geht an Hans Jacob Strub von Feilen.
1850
bis 1937. Die Mühle wird von Joh. Jacob Schär, Müller, zu Feilen, betrieben und bleibt in den Händen der Schär.
1869
bis 1893. In mehreren Etappen erfolgen umfangreiche Umbauten. So zeugen u.a. die beiden Burkart Kachelöfen, Fenster und Treppenanlage aus dieser Epoche.
1938
Johannes Schär verkauft die Liegenschaft an Otto Känzig, Schlosser in Feilen.
1948
Betrieb der Mühle wird eingestellt.
1950
Der Mühleweiher wird eingedeckt.
1960
Durch Erbgang geht die Mühle an Otto Känzig, Landwirt, in Feilen, über.
1991
Im Rahmen der Landumlegung Arbon erwirbt die Ortsgemeinde Frasnacht das Land zur Wiederherstellung des Mühleweihers.
1992
Der Weiher wird wieder ausgehoben.
1994
Auf Initiative von Jakob Züllig, Industrieller, Arbon, wird die „Stiftung Otto Känzig Mühle Feilen“ gegründet.
1995
Eigentumsübertragung der Liegenschaft Mühle Feilen auf die Stiftung.
1998
Erstellung der Wasserzuleitung auf das Mühlerad und Pflästerung der Mühlestrasse.
1999
Stifungsgründer Jakob Züllig stirbt 78-jährig.
2002
Restauration der gesamten Liegenschaft, inkl. Aushub des neuen Mühlevorweihers, neues Mühlerad und Wasserzuleitung.
2003
Probeläufe der restaurierten Mühle und Eröffnung des Restaurationsbetriebes, welcher nach wenigen Monaten wieder geschlossen wurde.
2004
Das gesteckte Ziel ist erreicht: Die z.T. 700-jährige Liegenschaft ist nach denkmalschützerischen Anforderungen umfassend restauriert und hat wieder einen sinnvollen Bestimmungszweck. Das geschichtsträchtige Haus beherbergt ein gediegenes Speiselokal.
2006
Ingrid Knöpfel eröffnet am 1. Juni 2006 den Restaurationsbetrieb.
2010
Mit Freude übernehmen P. und B. Schnider die Restauration der Mühle.